Manchmal steckt in einer schlichten Biergarnitur deutlich mehr Arbeit, als man denkt.
Im Sommer 2022 haben wir das am eigenen Leib erfahren, denn wir haben uns im Team ein ordentliches Projekt vorgenommen: die komplette Restaurierung unserer Biergarnituren. Das klingt erst einmal überschaubar, war es aber ganz und gar nicht, denn es ging nicht um ein oder zwei Sets, sondern gleich um alle 45.
Und wir haben keine halben Sachen gemacht. Jede einzelne Garnitur wurde komplett auseinandergenommen, bis auf das letzte Teil. Dann wurde abgehobelt und geschliffen, jedes Brett und jede Leiste, bis wirklich alles wieder schön glatt war. Anschließend haben wir alles mehrfach frisch lackiert und wieder zusammengebaut. Kein Schnelldurchlauf, sondern echte Handarbeit von Anfang bis Ende.
Wie aufwendig das Ganze war, merkt man erst, wenn man mal nachrechnet: Pro Garnitur muss man ungefähr einen vollen Tag einplanen, und das mit vier Leuten. Bei 45 Stück summiert sich das gewaltig und so hat sich das Projekt am Ende über fast sechs Monate gezogen. Eine lange Zeit für ein Sommervorhaben, aber wir sind drangeblieben, bis wirklich jede Garnitur durch war.
Das Schöne daran war, dass alle mit angepackt haben. Vom Abhobeln über das Schleifen bis zum Lackieren, hier wurde wirklich jede Hand gebraucht, und genau solche Projekte schweißen ein Team zusammen, auch wenn die Arme am Abend mal ordentlich schwer waren.
Der ganze Aufwand hat sich gelohnt. Heute haben wir 45 Garnituren, die aussehen wie neu und die von allen fleißig genutzt und ausgeliehen werden. Wer also demnächst auf einer schönen, frisch aufgearbeiteten Bierbank aus dem Orange sitzt, weiß jetzt Bescheid: Da steckt ein halbes Jahr Teamarbeit drin.