Eigentlich wollten wir nur ein neues Brett einbauen. Am Ende haben wir unsere Orangerie in einem einzigen Sommer komplett neu aufgebaut mit der FSK Orange im Oktober als Deadline im Nacken.
Manchmal fängt ein großes Projekt ganz klein an. Unsere Bar in der Orangerie hatte einen Tresenboden aus Holz, eine kleine Erhöhung, die über die Jahre schlicht durchgefault war. So richtig überraschend war das nicht: Die Orangerie ist seit gut zwei Jahrzehnten nicht mehr grundlegend angefasst worden. Das entstandene Loch hatten wir die letzten drei Jahre immer nur notdürftig geflickt. Irgendwann war aber klar: Da hilft kein Flicken mehr, das muss neu.

Aus einem Brett wird ein ganzer Raum
Der Plan klang zunächst überschaubar: Bar leerräumen, den Tresen freimachen, ein neues Brett einsetzen, fertig. Aus diesem einen Brett wurde dann allerdings eine Komplettsanierung des ganzen Raumes. Wenn wir schon einmal dabei sind, dachten wir uns, dann machen wir es gleich richtig. Also haben wir die Bar und den kompletten Raum einmal entkernt und von Grund auf neu aufgebaut und das ausgerechnet im Sommer, mitten in der Ferien- und Urlaubszeit, mit unserer FSK Orange im Oktober als fester Deadline.
Neuer Tresen, neuer Look
Beim Aufbau konnten wir uns wieder voll auf unser Team und die unterschiedlichen Gewerke verlassen. Markus hat den kompletten Bartresen geschweißt und eine stabile Unterkonstruktion darunter gebaut, auf die wir dann die Edelstahlplatten und schließlich neue Fliesen verlegt haben. Auch die gesamte Holzkonstruktion haben wir komplett neu aufgebaut. Die alte war zwar noch in Ordnung, aber wenn man schon einmal alles macht, dann soll am Ende eben auch alles neu und sauber sein. Anschließend wurde der ganze Raum gestrichen: Decke, Wände, einfach alles.
Licht made by Jugendclub Orange Members
Auch technisch haben wir ordentlich nachgelegt. Die Musikanlage haben wir behalten, aber sämtliche Leitungen frisch verlegt und neue Kabelkanäle gezogen. Bei der Beleuchtung sind wir dann richtig kreativ geworden. Ein neues Lichtkonzept mit Lichtschienen sorgt dafür, dass wir jederzeit flexibel Scheinwerfer, Hängeleuchten oder was auch immer einhängen können. Bei der Partybeleuchtung sind wir von den alten Scannern und Strobolichtern auf schicke Mini-Moving-Heads umgestiegen. Das absolute Highlight aber sind unsere LED-Stripes an der Decke, mit denen sich sogar Lauflichter fahren lassen. Die haben wir komplett selbst gebaut: selbst gelötet, selbst programmiert, samt eigener Software. Da steckt richtig viel Tüftelei und Köpfchen aus dem Team drin, und ganz nebenbei war es auch noch deutlich günstiger, als so etwas fertig zu kaufen.

Bewährtes bleibt
Am grundsätzlichen Aufbau des Raumes haben wir übrigens bewusst nichts verändert. Das Layout hatte sich über die Jahre einfach bewährt, deshalb haben wir es beibehalten und nur an ein paar Kleinigkeiten gefeilt, ansonsten aber wirklich alles von Grund auf erneuert.
Fast alles in Eigenleistung
Was da an Stunden hineingeflossen ist, lässt sich kaum zählen. Es wurde geschliffen, gehobelt, gesägt, geschraubt, gebohrt, gestrichen und geklebt. Wir haben uns dabei auch an einige Dinge gewagt, die wir vorher noch nie gemacht hatten. Sogar neue Wasser- und Abwasserleitungen haben wir verlegt. Unterstützung kam von vielen Seiten, echte Fachfirmen haben wir dabei aber nur selten gebraucht. Das meiste haben wir in Eigenleistung gestemmt. Und tatsächlich: Dank guter Planung und eines Teams, das mal wieder alles gegeben hat, war die Orangerie pünktlich zur FSK Orange im Oktober fertig. Aus einem morschen Brett ist am Ende ein komplett runderneuerter Raum geworden und darauf sind wir ziemlich stolz.
